Diese Nacht konnte man getrost eine Horrornacht nennen. Viel Schlaf bekamen Mama und Papa dieses Mal nicht. Der Benni wachte ab halb 11 immer und immer wieder auf und weinte bitterlich. Gegen Mitternacht schlüpfte die Mama dann zu Benni it ins Bett. Der wollte aber par tout nicht schlafen. Gegen halb 2 schrie er plötzlich wieder wie am Spieß und beruhigte sich kaum. Den Rest der Nacht schlief er dann im großen Bett mit Papa zusammen. Um 6 war die kurze Nacht dann beendet. Die Mama nahm sich ihrem Spatz an, sodass der Papa noch ein wenig weiter schlafen konnte. Man merkte immer mehr, dass etwas mit Benni nicht stimmte. Er jammerte in einer Tour und war nicht wirklich wieder zu erkennen. Nach dem üblichen Frühstück auf dem Balkon wollte Benni wieder nicht raus, sondern viel lieber mit seinen Autos spielen. Am späten Vormittag ging es dann doch noch kurz auf den Spielplatz. Aber auch da war er sehr verschmust und wich Mama und Papa keine Sekunde von der Seite. Nicht einmal die Ankpndigung, dass Oma und Opa ab Mittag vorbei kommen würden munterte ihn auf. Es war dann auch wenig verwunderlich, dass er schon um halb 2 und vor dem Mittagessen erschöpft einschlief – und auch dieses Mal ging es ohne sein großes Geschäft ins Bett. Zusammen mit Oma und Opa wurde lecker zu Mittag gegessen. Danach nutzte die Mama die Mittagsruhe gleich für ein kurzes Nickerchen. Als der Benni ausgeschlafen hatte, war die Freude dann riesig, als Oma und Opa ihn in Empfang nahmen. Er tobte ausgelassen und seine Bauchschmerzen waren für kurze Zeit vergessen. Benni holte dann das fehlende Mittagessen nach, aber mehr als ein Würstchen wollte er dann nicht essen. Oma und Opa hatten dann noch eine kleine Überraschung für ihren Enkel mitgebracht – ein tolles Autopuzzle. Eins, was mit 6 Teilen schon etwas schwieriger ist, als die, die er bisher hatte. Die Puzzle wurden natürlich sofort ausgepackt und mit ein wenig Hilfe alleine gepuzzelt. Am Nachmittag wurde dann auf dem Balkon noch Kaffee getrunken, ehe es eine Runde im Ferienpark spazieren ging. Benni erblickte sofort einen großen Schwan am Strand. Der Papa war so lieb und verarbeitet das alte Brot, sodass sie ihn beide füttern konnten. Benni zeigte dabei keinerlei Scheu und war ein Stück Brot nach dem anderen ins Wasser. Nachdem das Brot alle war, ging es natürlich noch zum Spielplatz. Dort zeigte er Oma und Opa wie toll er alleine klettern und rutschen konnte. Auch die Matschstraße wurde vorgeführt. Benni wurde schon langsam müde und so ging es dann am frühen Abend wieder zurück ins Haus. Dort fing das Theater um sein großes Geschäft dann so richtig an. Wie schon die Tage zuvor fing Benni an zu schreien und zu weinen. Wippte auf dem Töpfchen mit seinen Füßen auf und ab. Er brüllte wieder und wieder und dicke Kullertränchen liefen sein Gesicht herunter. Er klagte immer wieder über Bauchschmerzen und dass sein Po so weh tut. Mama und Papa wechselten sich mit der Töpfchenwache ab, aber so richtig helfen konnten sie ihrem Spatz nicht. Benni war nach einer Stunde mittlerweile völlig durchgeschwitzt und erschöpft, dass er immer wieder bei Papa angekuschelt einschlief. Dann wurde nur noch schnell sein Schlafanzug angezogen und er guckte sich mit der Oma zusammen noch ein Bilderbuch an. Doch dann ging es wieder los und Benni schrie wieder wie am Spieß. Das hieß dann wieder Töpfchen Teil 2. Und wieder sollte sein tapferer Kampf nicht von Erfolg gekrönt sein. Benni war einfach mit seinen Kräften am Ende und die Mama trug ihren Spatz dann schlafend in sein Bettchen. Mama, Papa, Oma und Opa saßen dann noch lange am Abend auf dem Balkon und grübelten über Benni. Sie beschlossen am nächsten Morgen in die Apotheke zu fahren und Abführzäpfchen zu holen.
















