Die Nacht war zum Glück deutlich ruhiger als die Nacht zuvor. Die Mama musste nur einmal zum Beruhigen in sein Zimmer. Benni meldete sich in der Früh und Oma und Opa gingen mit ihm auf die Toilette. Danach schlief er noch eine ganze Stunde weiter. So konnten Mama und Papa ihr Schlafdefizit etwas reduzieren. Nach dem Aufstehen ging der Opa dann Brötchen holen. Benni wollte unbedingt mit, wollte sich aber dafür nicht anziehen. So ging der Opa alleine los – sehr zum Missfallen von seinem Enkel. Endlich angezogen wollte er dann auch mit Brötchen holen, sodass die Oma mit Benni dem Opa entgegen gelaufen ist. Zum späten Frühstück stand dann auch der Papa auf und so konnten alle zusammen frühstücken. Der Wind tobte so sehr, dass sie dieses Mal nicht auf dem Balkon essen konnten. Nach dem Frühstück fuhren die Oma und die Mama dann los in die Apotheke. Benni ging es gar nicht gut. Er wimmerte regelrecht vor Schmerzen und war überhaupt nicht gut drauf. Wieder zurück gab es dann gleich 2 Zäpfchen für den Benni, die er sich nur mit sehr viel Gegenwehr verabreichen ließ. Nach kurzem Kuscheln und Wimmern bei Mama auf dem Arm ging es für die nächste Runde auf sein Töpfchen. Nach nochmaligem Gebrüll kam nun endlich das so lang ersehnte große Geschäft heraus. Sofort war Benni wieder der „Alte“ – als ob man bei ihm einen Schalter umgelegt hätte. Es stank immens im Bad und das verteilte sich bis zum Mittag im gesamten Haus. Benni war so spürbar erleichtert – bei den Massen im Töpfchen kein Wunder. Sofort erzählte er allen von seiner „riiiieeeesen Kackiwurst“ und war stolz wie Oskar. Vor allem die Mama war total erleichtert gewesen. Trotzdem wird sie ab sofort wieder ein Ernährungstagebuch führen und den Benni kommende Woche bei der Kinderärztin vorstellen. Zur Belohnung für den riesen Kampf gab es dann von der Oma ein kleines Tütchen Gummibärchen. Am späten Vormittag ging es dann noch eine Runde mit seinem Bobbycar um den Block. Es wehte ein ganz schön stürmischer Wind. Benni faszinierten die vielen Schnecken auf dem Weg und die großen Schiffe im Hafen. Auf dem Rückweg ging es dann wieder auf den Spielplatz, wo natürlich wieder ordentlich gerutscht wurde. Wieder im Haus ging es für Benni sofort in die Badewanne – die letzten Abende ist das zu kurz gekommen. Benni plantschte ausgelassen, während die Oma so lieb war und das Mittag vorbereitete. Den großen Hunger hatte er dann nicht gehabt, sodass es dann sehr rasch ins Bettchen ging. Völlig untypisch für ihn fing er an nach nicht einmal einer Stunde zu schreien und rief nach der Mama. Völlig aufgelöst und am ganzen Körper zitternd saß er in seinem Bettchen und weinte bitterlich. Er erzählte, dass er ganz böse geträumt hätte und klammerte sich regelrecht an die Mama. Die hatte ihre liebe Müh und Not ihren Spatz wieder zum Weiterschlafen zu bewegen – aber es gelang ihr. Nur um kurze Zeit später wieder zu weinen. Damit war der Mittagsschlaf dann beendet. Benni alberte dann noch etwas mit Opa und Papa herum, ehe er sich lieb anziehen ließ. Am Nachmittag ging es dann ins nahe gelegene Luftfahrtmuseum zu den großen Flugzeugen. Darauf freute sich Benni schon den ganzen Tag. Dort angekommen interessierte ihn aber dann vor allem der kleine Spielplatz mit den ganzen Autos und Förmchen. Die Oma blieb bei ihrem Enkel und der Rest der Erwachsenen bestaunte die großen Flugzeuge, Hubschrauber und Schiffe. Nach einer Weile kam Benni dann doch hinterher und ließ sich auf Mamas und Papas Arm durch das Museum tragen. Wieder draußen spielte er dann noch ganz lieb weiter, ehe er sich im Museumsshop eine Kleinigkeit aussuchen durfte – er entschied sich, wie sollte es anders sein, für ein Polizeiauto. Das sollte er den Rest des Tages nicht mehr aus der Hand legen. Wieder zu Hause angekommen schleckerte er noch ein kleines Eis und spielte ganz lieb Eisenbahn, ehe es vor dem Abendbrot nochmals runter auf den Spielplatz ging – dieses Mal mit Papa und Opa. Nach unzähligen Rutscheinheiten wieder im Haus gab es lecker Abendbrot auf dem Balkon. Wieder aß Benni für seine Verhältnisse recht schlecht aber wirkte sehr zufrieden. Schnell in seinen Schlafanzug gehüpft und Zähnchen geputzt gab es zur Belohnung eine neue Gute-Nacht-Geschichte aus dem neuen Buch, welches die Oma für ihn mitgebracht hatte. Benni lauschte mit seiner Giraffe andächtig, ehe er ganz lieb ins Bettchen ging und sofort ganz lieb einschlief.



















